Nachrichten aus Deutschland: Zwei Menschen in Nürnberg erschossen

Nachrichten aus Deutschland: Zwei Menschen in Nürnberg erschossen

Homberg (Ohm): Erneut Aktivistin bei Protesten im Dannenröder Forst abgestürzt +++ Gotha: 13-Jähriger geht mit Kumpels auf Spritztour in Mutters Auto +++ Essen: Oberarzt wegen Totschlagsverdachts festgenommen +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Nürnberg: Zwei Menschen auf offener Straße erschossen

Auf offener Straße sind zwei Menschen am Samstag in Nürnberg erschossen worden. Wie eine Polizeisprecherin sagte, wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund lägen nicht vor. Die Einsatzkräfte fanden demnach eine Frau mit tödlichen Schussverletzungen auf einer Straße liegend im Stadtteil Gebersdorf. Unweit von ihr hätten die Polizeibeamte einen toten Mann gefunden. Das SEK sei im Einsatz. Die Straßen rund um den Tatort seien abgesperrt. Weitere Angaben konnte die Polizei am Mittag zunächst nicht machen.

Quelle: DPA

Homberg (Ohm): Erneut Aktivistin bei Protesten im Dannenröder Forst abgestürzt

Bei den Protesten gegen die Rodungen im mittelhessischen Dannenröder Forst für die Autobahn 49 ist am Samstagmorgen erneut eine Aktivistin aus mehreren Metern Höhe abgestürzt. Eine Frau sei im südlichen Bereich des Waldes von einer Plattform zwischen Bäumen aus vier bis sechs Metern Höhe zu Boden gestürzt, sagte ein Polizeisprecher. Rettungskräfte und ein Notarzt hätten sie versorgt. Die Aktivistin sollte ins Krankenhaus gebracht worden. Ermittlungen zur Klärung der Absturzsache seien eingeleitet worden. Eine Demonstrantin, die ihren Namen nicht nannte, sagte, mehrere Polizisten seien auf ein markiertes Sicherungsseil getreten. „Da stand drauf: ‚Achtung, wenn Sie hier drauftreten, fällt ein Mensch runter'“, erklärte sie. „Die Polizei ließ das Seil los, und dann ist es gerissen.“ Der Polizeisprecher bemerkte dazu, die Details seien zunächst nicht bekannt, sie müssten erst untersucht werden.

Die Aktivisten haben der Polizei wiederholt vorgeworfen, bei den Räumungen Leben zu gefährden – vor allem, nachdem bereits am 15. November eine Aktivistin von einem hochbeinigen Gestell gestürzt war. Verantwortlich dafür soll laut der Staatsanwaltschaft Gießen ein Polizist gewesen sein, der zuvor ein Seil durchtrennt habe, das mit dem Gestell verbunden gewesen sei. Die Verbindung soll für den Beamten nicht erkennbar gewesen sein. Gegen ihn wird der Staatsanwaltschaft zufolge wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung im Amt ermittelt. Den Ermittlern zufolge gibt es keine Hinweise auf ein vorsätzliches Handeln.

Quelle: DPA

Gotha: 13-Jähriger geht mit Kumpels auf Spritztour in Mutters Auto

Mit dem Auto seiner Mutter hat sich ein 13 Jahre alter Junge im thüringischen Gotha heimlich auf Spritztour begeben. Dabei nahm er gleich noch drei Freunde in dem Auto mit, wie die Polizei am Samstag berichtete. Polizisten hatten den Teenager am späten Freitagabend ertappt, als er an einer Kreuzung den Motor des Wagens abgewürgt hatte. Daraufhin sei das Auto kontrolliert worden, hieß es. Die Beamten brachten den Jungen nach Hause und stellten eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Quelle: DPA

Münster: Jackpot mit 61 Millionen Euro geknackt 

Geldregen in trüben Zeiten: Ein Lottospieler oder eine Tippgemeinschaft aus Niedersachsen hat am Freitag den Eurojackpot geknackt. Insgesamt 61.083.832,10 Euro gibt es dafür, wie Westlotto mitteilte. Dies sei „der höchste Eurojackpotgewinn, der bislang in Niedersachsen erzielt worden ist“. Den 61-fachen Millionengewinn bescherten dem Spielteilnehmer oder der Tippgemeinschaft dabei die Glückszahlen 18, 20, 34, 49, 50 sowie die beiden Eurozahlen 7 und 8. Zuletzt war der Eurojackpot nach Angaben von Westlotto am 16. Oktober geknackt worde, rund 58,8 Millionen Euro gingen in die Slowakei. In Deutschland hatte zuletzt im August ein Spieler einen Volltreffer bei den Gewinnzahlen erzielt: Ein Baden-Württemberger teilte sich dabei gemeinsam mit einem Spanier den Jackpot – beide kassierten für ihre Glückstipps jeweils 38,1 Millionen Euro.

Quelle: AFP

Nachrichten von Freitag, den 20. November 2020

Essen: Oberarzt wegen Totschlagsverdachts festgenommen 

Die Polizei hat einen Oberarzt des Essener Universitätsklinikums wegen Verdachts des zweifachen Totschlags festgenommen. Der 44-jährige Mediziner soll zwei Patienten vorsätzlich und rechtswidrig Medikamente in deren letzter Lebensphase verabreicht haben, die zu ihrem sofortigem Tod führten. Dies teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag in Essen mit. Die beiden verstorbenen Männer im Alter von 47 und 50 Jahren waren den Ermittlern zufolge Patienten auf der Station des Oberarztes. Sie befanden sich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand und starben am 13. beziehungsweise 17. November. Der Arzt wurde am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Der Beschuldigte machte den Ermittlern zufolge nur zu einem der beiden Fälle Angaben. Er sagte demnach aus, dass er das weitere Leiden des Patienten und von dessen Angehörigen habe beenden wollen.

Quelle: AFP

Krefeld: Polizei zieht „Krefelder Stadtmusikanten“ aus dem Verkehr

„Sehr seltene Aufnahme der Krefelder Stadtmusikanten“: Mit diesem launigen Kommentar hat die Polizei Krefeld das Foto eines Transporters getwittert, der einen Transporter transportierte, der ein Auto geladen hatte. „Mussten wir leider wegen 30 Prozent Übergewicht aus dem Verkehr ziehen“, so die Polizei weiter. Auf die Frage eines Twitter-Nutzers, ob das Dreier-Gespann denn sonst hätte weiter fahren dürfen, antworteten die Behörden: Ja“. In dem Fall seien es aber 4520 Kilo zu viel gewesen, so ein Sprecher am Freitag. Der Transporter-Auto-Transport sei den Kollegen am Mittwochabend aufgefallen und zum Wiegen gebracht worden.

Quelle: DPA

Berlin: Unbekannte legen Feuer in sechsstöckigem Parkhaus

In einem sechsstöckigen Parkhaus im Berliner Bezirk Neukölln haben Unbekannte mehrere Feuer gelegt. Insgesamt brannten 26 Fahrzeuge vollständig aus, auch am Gebäude entstand erheblicher Sachschaden, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zeugen hatten demnach am Donnerstag gegen 17 Uhr Rauch bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte stellten verschiedene Brandstellen auf den einzelnen Parkebenen fest. Neben den vollständig ausgebrannten Autos wurde eine noch unbekannte Anzahl an Fahrzeugen beschädigt, verletzt wurde niemand. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.

Quelle: AFP

Köln: Katze überlebt vier Monate allein in Wohnung

Eine Katze soll gut vier Monate alleine in einer verwahrlosten Wohnung in Köln überlebt haben. Der Tierschutzverein Straßenkatzen Köln postete auf Facebook das Bilder einer weißen Katze, die der Verein „einigermaßen unversehrt“ aus der verlassenen und seit Mitte Juli versiegelten Wohnung gerettet habe. Das Tier habe sich aus aufgerissenen Trockenfuttersäcken und wohl mit Wasser aus der Toilette am Leben gehalten. Eine Vereinssprecherin sagte auf dpa-Anfrage, der Vermieter habe eine Entrümpelungsfirma beauftragt, der die Katze entdeckt und den Tierschutz gerufen habe. Die beiden seit Monaten verschwundenen Wohnungsmieter sollen auch eine zweite Katze besessen haben, deren Schicksal ungewiss sei. Das gerettete „Mädchen“ müsse sich nun erst mal vom Schrecken der letzten Monate erholen. Zuerst hatte „RTL.de“ über den Fall berichtet.

Quelle: DPA

Bremen: Christbaumkugeln voller Farbe gegen Polizeirevier geworfen

Mehrere mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln haben zwei junge Frauen in Bremen gegen ein Polizeirevier geworfen. Objektschützer der Polizei entdeckten in der Nacht zum Freitag die frischen Flecken an Fenster und Fassade. Zugleich sahen sie zwei Radfahrerinnen, die flüchten wollten. Die 20 und 23 Jahre alten Frauen aus Bremen wurden festgenommen. Sie hatten noch Farbe an Kleidung und Körper. Bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung seien weitere Beweismittel beschlagnahmt worden, teilte die Polizei mit. Ermittler fanden auch polizeifeindliche Schriften. Der für politische Delikte zuständige Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Es werde geprüft, ob es einen Zusammenhang zu vorherigen Anschlägen auf Liegenschaften der Polizei in Bremen gebe.

Quelle: DPA

Berlin: 41-Jähriger unter Mord- und Kannibalismusverdacht festgenommen

Nach dem Fund menschlicher Knochen haben Berliner Ermittler einen 41-jährigen Mann unter Mord- und Kannibalismusverdacht festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ nach der Festnahme einen Haftbefehl wegen Sexualmords aus niedrigen Beweggründen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag erklärte. Ein Sprecher der Behörde sagte im Rundfunk Berlin-Brandenburg zudem, dass es Hinweise auf Kannibalismus gebe. Der Zeitung „B.Z.“ zufolge soll der Festgenommene entsprechenden Internetforen verkehrt haben. Das Opfer des Manns soll ein 44-Jähriger sein, der Anfang September seine seine Wohnung im Stadtteil Lichtenberg verlassen hatte und spurlos verschwand. Die Polizei veröffentlichte ein Foto des Manns und bat die Öffentlichkeit um Mithilfe, jedoch ohne Erfolg. Am 8. November fanden Spaziergänger dann in Berlin-Pankow Knochen, die sich als menschliche Überreste herausstellten. Eine rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass es sich um die Knochen des Vermissten handelte. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft, bei der auch Spürhunde zum Einsatz kamen, führten zu dem 41-jährigen Tatverdächtigen. Dieser wurde am Mittwoch in seiner Wohnung festgenommen.

Quelle: AFP

Halle: 26-Jährige soll Stiefvater mit Hammer den Schädel zerbrochen haben

Weil sie mit einem Schlosserhammer auf den Kopf ihres Stiefvaters eingeschlagen und mit einem Messer auf ihn eingestochen haben soll, steht eine 26-Jährige vor dem Landgericht Halle. Der Prozess wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung begann am Freitag, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Demnach soll die Angeklagte am 20. Mai dieses Jahres den Lebensgefährten ihrer Mutter in Großgörschen in Sachsen-Anhalt besucht und plötzlich attackiert haben.

Sie soll mit dem mitgebrachten 500 Gramm schweren Hammer mindestens zweimal auf den Kopf ihres Stiefvaters eingeschlagen haben. Zudem stach sie der Anklage zufolge zwei- bis dreimal mit einem Messer auf den Mann ein. Das Opfer soll sich in einem Heizungsraum eingeschlossen haben, bei einer Notoperation wurde sein Leben gerettet. Der Mann erlitt den Angaben zufolge unter anderem eine tiefe Fraktur des Schädeldaches. Als Motiv für die Tat habe die 26 Jahre alte Angeklagte im Rahmen des Ermittlungsverfahrens lediglich angegeben, ihr Stiefvater habe ihr Leben, das ihrer Schwester und ihrer Mutter ruiniert.

Quelle: DPA

Essen: Polizei beschlagnahmt Schießkugelschreiber bei Zigarettenhändlern

Zollfahndern ist in Nordrhein-Westfalen ein Schlag gegen den illegalen Zigarettenhandel gelungen. Bei Kontrollen und Durchsuchungen an mehreren Orten fanden die Ermittler in der vergangenen Woche fast dreieinhalb Millionen unversteuerte Zigaretten, mehr als 120.000 Euro Bargeld und fünf Schießkugelschreiber, wie das Zollfahndungsamt Essen am Freitag mitteilte. Neun Menschen wurden vorläufig festgenommen, gegen vier Männer ergingen Haftbefehle. Durchsucht wurden demnach unter anderem elf Objekte in Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Meerbusch und Tönisvorst. Den Ermittlungen zufolge sollen Tatverdächtige Zigaretten in Lastwagen von Polen nach Deutschland und Belgien geschmuggelt haben. Die unversteuerten Zigaretten sollen teils in deutsche Lager gebracht worden sein und waren vermutlich für den britischen Markt bestimmt.

Quelle: DPA

Bochum: Autofahrerin bei mysteriöser Detonation verletzt 

Eine Detonation hat in Bochum eine Frau verletzt und ihren Kleintransporter beschädigt. Wie die Polizei mitteilte, fuhr die 49-Jährige am Donnerstagmorgen unweit des Wattenscheider Bahnhofs bei der A40 über einen Gegenstand auf der Straße, woraufhin es ein lautes Knallgeräusch gab. Was genau bei der Autobahn-Unterführung in die Luft geflogen war, ist noch unklar – Spezialisten des Landeskriminalamtes untersuchten die Detonationsstelle. 

Die Frau wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, andere Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei Dortmund hofft auf Zeugen, die gesehen haben, wer den Gegenstand auf die Straße gelegt hat. Möglicherweise ist der Gegenstand, der später detoniert ist, auch von einem anderen Fahrzeug gefallen. Hinweise werden erbeten unter der Rufnummer 0234 9097500.

Quelle: DPA

Oberhausen: Mann greift Menschen mit Stichwaffe an – vier Verletzte

Ein Mann hat in einem Mehrfamilienhaus im nordrhein-westfälischen Oberhausen mehrere Menschen mit einer Stichwaffe angegriffen. Dabei seien am Donnerstagabend vier Menschen verletzt worden, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte – mindestens einer von ihnen lebensgefährlich. Die Behörden gehen von einem familiären Hintergrund aus. Die Opfer würden in Krankenhäusern teils intensivmedizinisch betreut. Der mutmaßliche Täter sei am Abend festgenommen und ebenfalls verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund und weitere Täter gebe es nicht, sagte der Polizeisprecher. Zur Identität des mutmaßlichen Täters und der Opfer lagen zunächst keine Informationen vor. Aufgrund des vermuteten familiären Tathintergrundes könne man davon ausgehen, dass sich der mutmaßliche Täter und die Opfer gekannt hätten. Definitiv bestätigen konnte der Sprecher eine Bekanntschaft aber nicht.

Quelle: DPA

Nachrichten von Donnerstag, den 19. November 2020

Karlstadt: Neunjähriger stranguliert sich mit Hundeleine  

Nach dem Tod eines Buben in Karlstadt nahe Würzburg haben Ermittler die Ursache des tragischen Unfalls geklärt: Demnach hat sich der Neunjährige beim Spielen mit einer Hundeleine versehentlich stranguliert, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. Hinweise auf eine Fremd- oder Gewalteinwirkung durch Dritte gebe es nicht. Der Junge hatte am vergangenen Samstag auf dem Gelände einer ehemaligen Grundschule gespielt. Dabei kletterte er auf eine Mauer. Die Leine war vermutlich um die Schultern gelegt und verfing sich in einem Holzzaun, der auf der Mauer verläuft. Die Ermittler nehmen an, dass der Bub von der Mauer fiel. Die Leine um den Hals zog sich demnach zu und der Neunjährige erstickte.

Quelle: DPA

Hamm: Diebe nutzen Probefahrt aus – Helfer fuhr mit „Pfand“ davon 

Mit einer fiesen Masche haben unbekannte Diebe bei einer Probefahrt in Hamm einen Gebrauchtwagen gestohlen. Ein 31-Jähriger hatte das Coupé im Internet inseriert, berichtete die Polizei Hamm am Donnerstag. Zwei Interessenten kamen am Mittwochabend mit einem Geländewagen zum vereinbarten Treffpunkt. Im Glauben, dass die beiden ihr eigenes Fahrzeug als Pfand zurückließen, genehmigte der Mann die Probefahrt. Was er nicht wusste: Im Geländewagen befand sich noch eine dritte Person. Sie setzte sich auf den Fahrersitz und fuhr mit dem „Pfand“ vom Hof. Der 31-Jährige konnte den beiden Wagen nur noch hinterherschauen.

Quelle: DPA

Wuppertal: Pinguin-Weibchen „Oma“ im rekordverdächtigen Alter gestorben

Im rekordverdächtigen Alter von mindestens 46 Jahren ist das Königspinguin-Weibchen „Oma“ im Wuppertaler Zoo gestorben. Das Tier war nach Recherchen der Einrichtung der mit Abstand älteste Königspinguin in einem Zoo weltweit. In der Natur hätten sie eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren, sagte ein Zoosprecher am Mittwoch. Der lebende älteste Königspinguin in menschlicher Obhut ist nach seiner Kenntnis derzeit 37 Jahre alt. Generationen von Tierpflegern betreuten „Oma“ und ihre Artgenossen in Wuppertal, so dass heute nicht mehr bekannt ist, wie sie in jüngeren Jahren genannt wurde. Noch nicht aus dem Ei geschlüpft wurde sie in der Antarktis aufgesammelt. Ausgebrütet in Südafrika kam sie dann über die Niederlande 1975 im Alter von mindestens einem Jahr nach Wuppertal, als der Zoo zwölf Königspinguine für eine neue Anlage anschaffte. „Oma“ hat dann selbst drei Jungtiere großgezogen. Die Hochbetagte fraß in letzter Zeit kaum noch und nahm nicht mehr am Gruppenleben teil. Nachdem sich ihr Zustand trotz Behandlung nicht besserte, wurde sie vergangene Woche eingeschläfert. Deformierter Schnabel, Bewegungseinschränkung und Sehbehinderung durch den Grauen Star hätten sie in den letzten Jahren nicht abgehalten, aktiv am Leben der Kolonie teilzunehmen. Beim Gastspiel von Königspinguinen des Baseler Zoos 2018 habe sie sogar einen neuen Partner gefunden.

Quelle: DPA

Osnabrück: 26-Jährige nutzt Güterzug als Ersatz für verpasste Regionalbahn

Als Ersatz für ihre verpasste Regionalbahn ist eine Frau in Niedersachsen kurzerhand auf einen Güterzug aufgesprungen. Wie die Bundespolizei am Donnerstag berichtete, stieg die 26-Jährige am Hauptbahnhof von Osnabrück auf einen Autotransportwaggon, um doch noch an ihr Ziel zu kommen. Andere Reisende sahen die Aktion und alarmierten die Polizei. Diese warnte den Lokführer und griff die Frau im nächsten Bahnhof auf. Nach Angaben der Beamten fuhr der Güterzug zwischenzeitlich schon mehr als hundert Stundenkilometer, bevor der gewarnte Lokführer das Tempo drosselte und im Bahnhof Wissingen stoppte. Dort nahm sich eine Streife der Bundespolizei der 26-Jährigen an. Wegen ihrer lebensgefährlichen Fahrt läuft nun ein Ermittlungsverfahren. Auch Schadenersatzforderungen der Eisenbahnunternehmen waren denkbar. Laut Bundespolizei hatte die Frau am Mittwochnachmittag im Bahnhof von Osnabrück ihre Regionalbahn nach Bielefeld verpasst. Statt auf die nächste Verbindung zu warten, sprang sie kurzentschlossen auf den Güterzug, der dort einen Zwischenhalt einlegte. Wie die Beamten weiter mitteilte, fuhr dieser allerdings auch gar nicht in Richtung Bielefeld. Das habe die Frau nur „irrtümlich“ vermutet.

Quelle: AFP

Emmerich: „Aktenzeichen XY“ sucht Zeugen nach Millionen-Diebstahl

Der 6,5 Millionen Euro schwere Diebstahl im Hauptzollamt Emmerich ist in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ thematisiert worden. Moderator Rudi Cerne sagte am Mittwochabend zur Beute und der Belohnung von 100.000 Euro: „Das sind Summen, bei denen einem die Ohren schlackern.“ Er präsentierte unter anderem die Fotos eines Verdächtigen, die ein Zeuge gemacht hatte. Ob Zuschauer der Polizei heiße Tipps geben konnten, wurde zunächst nicht bekannt. Unbekannte waren am 1. November mit einem Kernbohrer in den Tresorraum des Zollgebäudes in NRW eingedrungen und hatten die beschlagnahmten Millionen erbeutet. Der Mann auf den Fahndungsfotos war mit einem schwarzen Wagen geflüchtet, an dem kopierte Nummernschilder befestigt waren. Er hatte vermutlich Schmiere gestanden. Seine Komplizen sollen das Geld in einem weißen Wagen weggebracht haben.

Quelle: DPA

Hannover: Mutter von 13-Jährigem soll für Feuerwehreinsatz 36.000 Euro zahlen

Die Mutter eines 13-Jährigen aus dem niedersächsischen Elze soll einem Gerichtsurteil zufolge für einen Feuerwehreinsatz nach einem von ihrem Sohn mitverursachten Großbrand gut 36.000 Euro zahlen. Das Verwaltungsgericht in Hannover wies einer Mitteilung zufolge am Mittwoch eine Klage der Frau gegen den entsprechenden Bescheid der Stadt zurück. Die Frau hatte argumentiert, sie habe ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt. Insgesamt waren im Juni 2019 Kosten in Höhe von etwa 38.000 Euro entstanden, weil der 13-Jährige zusammen mit einem Elfjährigen auf einem brachliegenden Industriegelände ein Großfeuer verursacht hatte, bei dem eine Lagerhalle abbrannte. Die Freiwillige Feuerwehr Elze war mit mehr als hundert Kräften über mehrere Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt und wurde dabei von der Ortswehr der Nachbargemeinde Alfeld unterstützt.

Das Gericht befand nun, der Brand sei durch grob fahrlässiges Handeln des Sohns der Klägerin und des Freundes verursacht worden. Laut Aussagen der Kinder bei der Polizei sei das Feuer dadurch entstanden, dass der Elfjährige eine Dämmmatte angezündet habe. Als nur ein kleines Feuer entstanden sei, habe der 13-Jährige ihn als Feigling bezeichnet und ihn angestachelt, die Matte ein zweites Mal anzuzünden, was zu dem Großbrand geführt habe. Das Gericht sah ein grob fahrlässiges Handeln – „denn die Kenntnis, dass Feuer außerhalb geschlossener Feuerstätten außer Kontrolle geraten könne, sei auch unter Berücksichtigung des Alters der Kinder bereits zu erwarten gewesen“. 

Quelle: AFP

 Nachrichten von Mittwoch, den 18. November 2020

Köln: Tödliche Betonplatte an A3 offenbar regelwidrig montiert

Die tonnenschwere Betonplatte, die am vergangenen Freitag an der A3 auf die Fahrbahn gestürzt war und dabei eine Autofahrerin erschlagen hatte, wurde bei ihrer letzten planmäßigen Untersuchung 2013 mit „Sehr gut“ bewertet. Laut einem Bericht der Landesregierung an den Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags waren die jetzt festgestellten Mängel an der Halterung allerdings nicht sichtbar. „Es ist davon auszugehen, dass auch bei der kommenden Prüfung die fehlerhafte Konstruktion nicht aufgefallen wäre, weil sie versteckt hinter der Lärmschutzplatte liegt“, so das Verkehrsministerium in dem Bericht.

Tatsächlich hätte das Bauwerk 2019 erneut überprüft werden sollen. Weil zu viele andere Prüfungen ausstanden, hatte man das Vorhaben aber verschoben – „was aufgrund des Baujahres und der sehr guten Zustandsnoten der letzten Hauptprüfung von den zuständigen Fachleuten der Landesstraßenbauverwaltung als verträglich angesehen wurde“, heißt es in dem Bericht an den Landtag. Regelmäßige Sichtprüfungen hätten stattgefunden.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte am Mittwochabend mitgeteilt, dass beim Einbau der Platte 2007 improvisiert worden sei, um einen Höhenunterschied auszugleichen. Bei der regelwidrigen Konstruktion habe eine angeschweißte Schraube die Zugkräfte des vier bis fünf Tonnen schweren Teils aus Stahlbeton aber auf Dauer nicht getragen. Eventuell könnte – so der Bericht an den Landtag – auch der Sog von Lastwagen an der Platte gezogen haben, so dass sie hinab stürzte.

Update 15:03 Uhr: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst räumte am Mittwochnachmittag ein, dass die Betonplatte beim Einbau zu groß gewesen sein und man absichtlich improvisiert habe, um sie befestigt zu bekommen. „Sprich: Da hat was nicht gepasst und das ist dann passend gemacht worden“, so der CDU-Politiker in einer Sitzung des Verkehrsausschusses im Düsseldorfer Landtag. Die mangelhafte Stelle sei verdeckt worden, so Wüst weiter. Seiner Einschätzung nach wäre die Solbruchstelle auch bei einer neuerlichen Prüfung nicht entdeckt worden. Sechs Platten, die genauso falsch montiert wurden, sollen laut Wüst am Donnerstag abgebaut werden.

Quelle: DPA

Hamburg: Polizei löst nächtliche Poolparty unter Protesten auf 

Die Hamburger Polizei hat in der Nacht auf Mittwoch im Stadtteil Lokstedt eine Poolparty aufgelöst. Ein Anwohner hatte die Beamten informiert und sich über lautstarke Musik im Nachbarhaus beschwert. Die Polizisten trafen in dem Schwimmbad in einem Mehrfamilienhaus auf insgesamt 14 Personen. Wie die Beamten am Mittwoch weiter berichteten, wurden 13 Platzverweise ausgesprochen. Ein 22-Jähriger, mutmaßlich der Gastgeber der feucht-fröhlichen Party, wehrte sich demnach massiv gegen die Maßnahmen der Polizei. So versuchte er laut Polizeibericht die Wohnungstür vor den Einsatzkräften zu verschließen. Später bedrohte der junge Mann sie mit erhobenen Fäusten. In der Wohnung entdeckten die Beamten zudem eine Cannabis-Pflanze sowie Ecstasy und ein Tütchen Marihuana. Der Mann wurde vorläufig festgenommen.

Quelle:Polizei Hamburg

Aachen: Polizei hebt Waffenlager und Cannabis-Plantagen aus

Die Polizei ist im Raum Aachen auf drei professionell betriebene Cannabis-Plantagen und umfangreiche Waffenlager gestoßen. Elf Personen wurden festgenommen und sind inzwischen in Untersuchungshaft. Ob man von einer Bande sprechen könne, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Allein zwei der Cannabis-Plantagen hätten nach Einschätzung der Ermittler einen Ernteertrag von über 170 Kilogramm mit einem Straßenverkaufswert von geschätzt 1,5 Millionen Euro erbracht. Mehr als 25 Objekte seien durchsucht und zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden. Auch hätten sich Hinweise auf über 500 Verstöße gegen das Waffengesetz und auf acht Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ergeben. Wegen des Ausmaßes der Ermittlungen hat das Polizeipräsidium Aachen eine sechsköpfige Ermittlungsgruppe dazu eingerichtet. Der Fall hatte im Oktober mit dem Auffinden einer Drogenplantage in Euskirchen seinen Anfang genommen.

Quelle: DPA

Hagen: Vermeintlicher Handwerker trickst Seniorin aus

Ein vermeintlicher Handwerker hat eine Seniorin in ihrer Wohnung in Hagen mit einem dreisten Trick abgelenkt und ihre Wertsachen erbeutet. Der Mann bat die 80-Jährige, sie solle in ihrem Badezimmer den Duschkopf festhalten und das Wasser laufen lassen, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Zuvor hatte der Unbekannte der Bewohnerin gesagt: „Unten wird etwas am Wasser gemacht“ und er müsse dafür ihre Abläufe überprüfen. Während das Wasser lief, konnte die Frau nicht hören, wie der Mann ihre Wohnung nach Wertsachen durchsuchte. Als die Seniorin nach zehn Minuten stutzig wurde und nachschaute, fehlten Sparbücher, Bargeld, Schmuck und hochwertige Uhren in insgesamt sechsstelligem Wert. Eine Schublade war geöffnet, ein Schrank aufgebrochen. Eine Fahndung nach dem Täter blieb nach dem Vorfall vom Dienstag zunächst erfolglos.

Quelle: DPA

Hohenbrunn: Vier Tote bei Frontalcrash mit Geisterfahrer

Bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer sind am Dienstagabend auf der Autobahn 99 bei Hohenbrunn (Landkreis München) vier Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen war ein Auto an der Anschlussstelle Hohenbrunn entgegen der Fahrtrichtung auf die A99 aufgefahren, wie die Polizei in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Auf der Fahrbahn stieß das Auto des Falschfahrers frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Dabei erlitten die Fahrer und Beifahrer der beiden Autos tödliche Verletzungen. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Süden gesperrt. Der Einsatz von Polizei und Rettungsdienst dauerte noch an.

Warum der Geisterfahrer an der Anschlussstelle Hohenbrunn entgegen der Fahrtrichtung auf die Autobahn fuhr, ist unklar.
© Michael Schmelzer / vifogra / DPA

Update 9:13 Uhr: Bei den Toten handelt es sich einem Polizeisprecher zufolge um vier Männer. Zwei von ihnen seien in einem Auto mit Gütersloher Kennzeichen unterwegs gewesen. Sie waren demnach 34 und 43 Jahre alt. Der Beifahrer des Unfallfahrers soll 50 Jahre alt gewesen sein. Die Identität des Unfallverursachers blieb zunächst weiter unbekannt.

Quelle: DPA

Haan: Schüler von 25-Meter-Baum getroffen und schwer verletzt

Ein Zwölfjähriger ist am Dienstag im nordrhein-westfälischen Haan von einem umstürzenden Baum lebensgefährlich verletzt worden. Wie die örtliche Feuerwehr mitteilte, war er mit einem Freund auf Fahrrädern auf einer Straße unterwegs, als der Baum umstürzte und den Jungen erfasste. Er wurde mit seinem Fahrrad in Höhe des Oberkörpers unter dem etwa 25 Meter langen Baum eingeklemmt. Die Feuerwehr konnte den Baum anheben, sodass der Zwölfjährige rasch befreit werden konnte. Der Notarzt forderte einen Hubschrauber an, der wegen schlechter Wetterbedingungen aber nicht kommen konnte. Der Junge wurde daher mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Die Feuerwehr fällte einen weiteren Baum, der ebenfalls umzustürzen drohte. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Quelle: AFP

Würzburg: Neunjähriger beim Spielen erstickt – keine Fremdeinwirkung

Nach dem Tod eines Neunjährigen beim Spielen auf dem Gelände einer ehemaligen Grundschule im unterfränkischen Karlstadt gehen die Ermittler von einem tragischen Unglücksfall aus. Eine Obduktion habe am Dienstag keinerlei Hinweise auf eine Fremd- oder Gewalteinwirkung durch Dritte ergeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Würzburg mit. Der Junge sei erstickt, die Ermittlungen dauerten noch an. Der Neunjährige hatte sich am Samstagnachmittag zusammen mit mehreren anderen Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren auf dem ehemaligen Schulgelände befunden. Dort zog er sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Nach einer Erstbehandlung durch einen Notarzt kam das Kind zwar noch ins Krankenhaus, dort starb es aber am Samstagabend.

Quelle: AFP

 Nachrichten von Dienstag, den 17. November 2020

Salzbergen: Ampelbilder sorgen für Ärger

Im niedersächsischen Salzbergen haben ein oder mehrere Unbekannte mit ihren künstlerischen Ambitionen den Ärger der Gemeinde auf sich gezogen. Sie dekorierten mehrere Ampeln und ein Schild mit Hanfblättern. Ob ihnen die normalen grünen Leuchten zu langweilig waren, ist nicht bekannt. Die Gemeinde freut sich jedenfalls überhaupt nicht über die neuen Wahrzeichen: „Wir machen keine Werbung für Cannabis“, heißt es in einer Mitteilung. Entsprechend wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet, heißt es weiter. 

Quelle: Gemeinde Salzbergen

Rostock: Teenager soll Achtjährige sexuell genötigt haben

Ein 15-Jähriger steht im Verdacht, in Rostock ein acht Jahre altes Mädchen sexuell bedrängt und genötigt zu haben. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am 30. September dieses Jahres gegen 15 Uhr. Das Mädchen wurde demnach von einem Unbekannten in einem an ein Mehrfamilienhaus angrenzenden Gebüsch bedrängt und zum Mitkommen aufgefordert. Das Mädchen konnte sich jedoch losreißen und flüchten. Die Polizei veröffentlichte Anfang Oktober einen Zeugenaufruf und suchte nach einem etwa 15 bis 16 Jahre alten Jungen mit Zahnspange im Oberkiefer. Ermittlungen führten die Beamten jetzt zu einem 15-Jährigen aus dem Rostocker Nordwesten. Die Ermittlungen gegen den Teenager dauern noch an, hieß es in einer Pressemitteilung.

Quelle: Polizei Rostock

Bochum: Mutmaßliche Drogenbande mit Bezug zu Clan-Kriminalität festgenommen

Mit neun vollstreckten Haftbefehlen und einer großangelegten Razzia in mehreren Bundesländern ist der Polizei Bochum ein Schlag gegen großangelegten Drogenhandel gelungen. Die Täter sollen unter anderem Strukturen eines arabischstämmigen Clans genutzt haben, um international mit Kokain zu handeln, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Bochum am Dienstag mitteilten. Seit 2019 ermittelten die Bochumer demnach in einem aufwendigen Verfahren gegen die neun Männer im Alter zwischen 21 und 51 Jahren. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Das Kokain stamme aus Brasilien und sei über Bochum deutschlandweit veräußert worden – „auch unter Nutzung familiärer Strukturen“, hieß es. 

Am frühen Morgen hatten mehr als 500 Beamte an rund 20 Orten in mehreren Bundesländern Durchsuchungen gemacht. Ein Schwerpunkt sei das Ruhrgebiet gewesen, sagte eine Sprecherin. Hier kam es in Bochum, Dortmund und Selm zu Einsätzen. Durchsucht wurde auch in Bremen, Berlin, Stuttgart und Aalen in Baden-Württemberg sowie Schönefeld und Hohen Neuendorf in Brandenburg. Es seien unter anderem Bargeldsummen in sechsstelliger Höhe, hochwertiger Schmuck und Goldbarren, Waffen und geringe Mengen Rauschgift sichergestellt worden. Die gefundenen Handys und Datenträger werden ausgewertet.

Quelle: DPA

Frankfurt: Großflächiger Stromausfall nach Feuer in Umspannwerk

In Frankfurt sind derzeit mehr als 100.000 Menschen ohne Strom. Wie die Feuerwehr am Dienstag mitteilte, kam es infolge eines Feuers in einem Umspannwerk in Frankfurt Höchst zu einem Stromausfall in den Stadtteilen Höchst, Nied, Griesheim, Unterliederbach, Sossenheim, Zeilsheim und Sindlingen. Wie lange der Ausfall der Elektrizität dauern wird, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Der Betreiber Süwag Energie AG prüfe die Schadenslage, hieß es. Die Feuerwehr ermittelt, welche Einrichtungen kritischer Infrastrukur, wie Krankenhäuser, Pflegeheime und andere in dem Bereich liegen und bereitet notwendige Maßnahmen vor.

Feuerwehr-Fahrzeuge stehen auf dem Gelände eines Umspannwerks in Höchst, in dem es gebrannt hatte
© Andreas Arnold / DPA

Update 13.16 Uhr: Der Brand ist inzwischen gelöscht. Neun Personen wurden bei dem Feuer leicht verletzt und ambulant vor Ort medizinisch versorgt, twitterte die Feuerwehr. Ersten Schätzungen zufolge beträgt der Schaden rund 150.000 Euro. Die Brandursache müsse noch ermittelt werden, hieß es weiter.

Update: 16.15 Uhr: Nach Informationen des HR sind die betroffenen haushalte wieder am Stromnetz.
Der Brand im Umspannwerk in #Höchst ist gelöscht. Neun Personen wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst ambulant vor Ort behandelt. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 150.000 €. Die Brandursache muss noch ermittelt werden. #Stromausfall dauert noch an.^rh— Feuerwehr Frankfurt (@feuerwehrffm) November 17, 2020

Quelle: Feuerwehr Frankfurt

Hamburg: Verdächtige Person – Polizei räumt Einkaufszentrum

Die Hamburger Polizei ist derzeit mit einem Großaufgebot in einem Einkaufszentrum im Stadtteil Poppenbüttel im Einsatz. Dort wurde eine verdächtige Person gemeldet. Auf Twitter riefen die Beamten Besucher, die sich derzeit dort aufhalten, das Gebäude zu verlassen.
AKTUELLWir sind zur Zeit am Einkaufszentrum AEZ in #Poppenbüttel mit zahlreichen Kräften im Einsatz, nachdem uns dort eine verdächtige Person gemeldet wurde. Personen im AEZ werden aufgefordert dieses zu verlassen.— Polizei Hamburg (@PolizeiHamburg) November 17, 2020

Update 13.58 Uhr: Die Polizei hat die Durchsuchungsmaßnahmen inzwischen beendet. Wie die Beamten auf Twitter mitteilten, konnte keine verdächtige Person vor Ort angetroffen werden und auch keine Hinweise auf eine akute Gefahr festgestellt werden.
Im Rahmen unserer Überprüfungen des AEZ und des Umfeldes konnten wir keine verdächtige Person antreffen und keine Hinweise auf eine akute Gefährdungssituation feststellen.Wir haben unsere Maßnahmen dbzgl. in #Poppenbüttel daher beendet.— Polizei Hamburg (@PolizeiHamburg) November 17, 2020

Quelle:Twitter

Köln: Vier Festnahmen bei Drogenrazzia

Staatsanwaltschaft und Polizei in Köln sind am Dienstag mit einer Razzia gegen die Drogenszene vorgegangen. Im Zuge eines Verfahrens gegen sechs Beschuldigte im Alter von 25 bis 56 Jahren seien vier Haftbefehle vollstreckt und zehn Objekte in Köln und Kerpen durchsucht worden, teilten die Ermittler mit. In einem der durchsuchten Objekte sei ein professionelles Drogenlabor gefunden worden. Außerdem seien eine Schusswaffe, erhebliche Mengen an Drogen und Bargeld beschlagnahmt worden. Für Vermögen in Höhe von 1,2 Millionen Euro seien Arrestbeschlüsse erwirkt worden. Die Beschuldigten sollen als Bande seit April 2018 über das Darknet große Mengen verschiedener Drogen wie Marihuana, Ecstasy, Haschisch und Amphetamine verkauft haben. Quelle: AFP

Paderborn: Angler entdeckt seit neun Jahren verschollenes Fluchtfahrzeug in See

Neun Jahre nach einem Einbruch in einen Fahrzeugbaubetrieb hat ein Angler den verschollenen Fluchtwagen im Lippesee in Nordrhein-Westfalen entdeckt. Bei der Suche nach Fischen mit seinem Sonargerät bemerkte der 27-Jährige am Sonntag die Umrisse eines Fahrzeugs, wie die Polizei in Paderborn am Montag mitteilte. Dabei handelte es sich um einen 2011 gestohlenen Wagen, der zum Abtransport eines ebenfalls gestohlenen Tresors benutzt worden war. Bei einem Einbruch in einen Fahrzeugbaubetrieb in Salzkotten-Verlar hatten unbekannte Täter im Dezember vor neun Jahren einen Tresor erbeutet. Den mehrere hundert Kilogramm schweren Safe sollen sie mithilfe eines Gabelstaplers in einen in der Werkshalle geparkten Firmentransporter geladen haben. Einen Täter konnte die Polizei damals nicht ermitteln. Der Transporter befand sich laut Polizeiangaben etwa 15 Meter von der Staumauer des Lippesees entfernt im Wasser und konnte anhand seines Kennzeichens schnell als das 2011 gestohlene Fahrzeug identifiziert werden. Taucher schleppten das Fahrzeug mit einem Boot zu einer Seilwinde, mit der es aus dem Wasser gezogen wurde. An der Oberfläche stellte sich der Wagen als leer heraus und wurde beschlagnahmt. Neue Ermittlungen wird es nicht geben, weil die Straftat verjährt ist.

Mit Hebesäcken brachten Taucher den vor fast zehn Jahren als gestohlen gemeldeten VW-Bus an die Wasseroberfläche. Geborgen wurde er später mit einer Seilwinde.
© Polizei

Quelle: AFP

Halle: Mutmaßlicher Autodieb in Unterhose erwischt – Drogentest positiv 

Weil er nur mit einer Unterhose und einer um den Kopf gebundenen Jacke bekleidet am Hauptbahnhof in Halle unterwegs war, ist der Polizei ein mutmaßlicher Autodieb ins Netz gegangen. Der 35-Jährige sei am Montagabend von Beamten angesprochen worden, teilte die Bundespolizei in Magdeburg am Dienstag mit. Seinen Ausweis händigte er den Beamten aus – lief dann aber den Angaben zufolge schreiend davon. Versuche, dem Mann zu helfen, seien auf heftige Gegenwehr gestoßen. Daher sei er schließlich überwältigt und auf die Wache gebracht worden. Dort habe sich der Verdacht erhärtet, dass er am Vortag in Bitterfeld ein Auto gestohlen hatte. Den Wagen stellten die Polizisten auf dem Bahnhofsvorplatz sicher. Zudem sei der Drogentest des Mannes positiv ausgefallen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Autodiebstahls ermittelt.

Quelle: DPA

Berlin: Streit um Frau – Mann lebensgefährlich verletzt

In Berlin haben Passanten einen Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen auf einem Parkplatz im Ortsteil Märkisches Viertel entdeckt und gegen 23.30 Uhr den Notruf gewählt. Wie die Polizei mitteilte, hatte der 41-Jährige etliche Stichverletzungen an den Beinen und musste noch in der Nach in einem Krankenhaus behandelt werden. Er konnte noch Angaben über einen der beiden Täter machen, die ihn verletzt haben sollen. Diesen, einen ebenfalls 41 Jahre alten Mann, nahmen Einsatzkräfte noch in der Nacht vorläufig fest. Gegen ihn und den derzeit noch unbekannten zweiten Tatverdächtigen wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Ersten Ermittlungen zufolge sollen sich die Männer schon länger um eine Frau gestritten haben. 

Quelle: Polizei Berlin

Singen am Hohentwiel: Denkmalgeschützte Halle abgebrannt – Schaden in Millionenhöhe

Ein Brand hat die fast 100 Jahre alte Scheffelhalle in Singen am Hohentwiel komplett zerstört. Der Schaden an dem denkmalgeschützten Gebäude beträgt nach Angaben der Polizei mehrere Millionen Euro. Die Veranstaltungshalle im Singener Stadtgebiet habe am frühen Dienstagmorgen in kurzer Zeit voll gebrannt, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand. Bei Feuerwehr und Polizei seien am späten Montagabend zahlreiche Notrufe eingegangen. Trotz eines Großaufgebots von rund 50 Feuerwehrleuten konnte das Abbrennen der Halle nicht verhindert werden. Der Feuerwehr gelang es aber, ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude zu verhindern. Der Feuerschein und die Rauchsäule seien von weitem sichtbar gewesen. Anwohner wurden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Für die Dauer der Löscharbeiten musste eine angrenzende Straße am Dienstagmorgen gesperrt werden. „Die Ermittlungen zur Brandursache laufen“, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstagmorgen.

Quelle: DPA

Eching: Ein Toter und drei Verletzte bei schwerem Unfall

Bei einem Verkehrsunfall bei Eching (Landkreis Freising) ist am Montagabend ein 20 Jahre alter Mann aus einem Auto geschleudert worden und gestorben. Der 19-jährige Fahrer und die zwei weiteren 18-jährigen Insassen des Wagens wurden bei dem Unfall kurz vor der Auffahrt zur Autobahn 92 verletzt, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen waren die vier Männer aus Neufahrn bei Freising (Landkreis Freising) mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Der Fahrer habe die Kontrolle über das Auto verloren, das daraufhin die Leitplanke durchbrach, gegen einen Baum prallte, sich überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Der 20-Jährige, der auf der Rückbank saß, wurde dabei aus dem Auto geschleudert. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Ein Gutachter soll den genauen Unfallhergang klären.

Quelle: DPA

Hamburg: Hanfplantage in Wohnung explodiert – Ein Verletzter 

In einer Wohnung in Hamburg hat es am Montag eine heftige Explosion gegeben. Dabei sei ein Bewohner schwer verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Mann habe Verbrennungen erlitten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Wohnung im dritten Obergeschoss wurde den Angaben zufolge zerstört. Der Bereich um den betroffenen Aufgang des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Barmbek-Nord sei einsturzgefährdet. Fünf Bewohner aus sechs Wohnungen mussten das Gebäude verlassen. „abendblatt.de“ und „mopo.de“ berichteten unter Berufung auf Polizeibeamte vor Ort, man gehe davon aus, dass in der Wohnung eine Hanfplantage betrieben worden sei. Statiker sollten das Haus untersuchen. Erst dann könnten Ermittler der Polizei die Wohnung betreten, sagte der Feuerwehrsprecher. Zusammen mit dem Technischen Hilfswerk sollte das Gebäude stabilisiert werden.

Die Ursache der Explosion war zunächst unklar. In dem Haus gebe es keine Gasleitungen, sagte der Sprecher. Die Explosion habe kein Feuer ausgelöst. Eine Polizeisprecherin erklärte, für Angaben zur Ursache sei es noch zu früh. Die Brandermittler hätten noch keine chemische Untersuchung machen können, weil das Gebäude von den Statikern nicht freigegeben worden sei.

Bei der Explosion zerbarsten die Fenster der Wohnung, ein Mann wurde verletzt.
© Bodo Marks / DPA

Quelle: DPA

 Nachrichten von Montag, den 16. November 2020

Duisburg: Hunderte neue Hinweise zu Mord an Zehnjähriger

Im neu aufgerollten Mordfall der zehnjährigen Martina Möller aus Neukirchen-Vluyn, die im Mai 1986 getötet wurde, hat die Duisburger Mordkommission seit Anfang November über 450 neue Hinweise erhalten. Nachdem der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ ausgestrahlt wurde, seien Hinweise aus dem ganzen Bundesgebiet eingegangen, erklärte die Polizei Duisburg am Montag. Das Team gehe jedem davon nach. „Die Ausstrahlung bei ‚Aktenzeichen XY‘ und die vielen Hinweise haben die Ermittlungen ein ganzes Stück weitergebracht“, erklärte Arno Eich, Leiter des zuständigen Kriminalkommissariats. Besonders konzentriere sich die Suche nach dem Täter auf den Kreis Wesel und Duisburg. Hinweise aus diesem Bereich seien „von größter Bedeutung“. Die Beweisstücke von damals würden mithilfe neuester wissenschaftlichen Methoden noch einmal auf DNA-Spuren überprüft. Eine von der Staatsanwaltschaft Kleve ausgesetzte Belohnung für Hinweise auf den Täter wurde laut Polizei „von privater Seite“ auf 25.000 Euro erhöht. „Möglicherweise gibt es noch jemanden, der sich uns jetzt anvertrauen will, der bisher aber geschwiegen hat“, erklärte Eich.

Martina Möller war gerade zehn Jahre alt, als sie von einem unbekannten Täter sexuell missbraucht und getötet wurde. 34 Jahre nach der Tat wurde der Fall nun neu aufgerollt.
© Polizei Duisburg / DPA

Die zehnjährige Martina Möller war am 20. Mai 1986 aus ihrem Elternhaus in Neukirchen-Vluyn verschwunden. Nach einer großangelegten Suchaktion entdeckte der damals 21-jährige Bruder die Leiche des Mädchens in einem Gebüsch nahe der Autobahn 40. Die Zehnjährige wurde sexuell missbraucht und stranguliert. Trotz zahlreicher Zeugenaussagen konnte der Fall damals nicht aufgeklärt werden.

Quelle: AFP

Krefeld: Mann mit gestohlenem 40-Kilo-Dönerspieß auf Fahrrad erwischt

In Krefeld hat die Polizei am Samstag einen Fahrradfahrer mit einem 40 Kilogramm schweren Dönerspieß im Gepäck aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass sowohl das Rad als auch der Fleischspieß gestohlen waren, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der bereits wegen Diebstahls polizeibekannte 34-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Am Samstagmorgen fiel Streifenpolizisten demnach ein Radfahrer in der Stadtmitte auf, der augenscheinlich einen sehr schweren Gegenstand in einer über die Schulter gelegten Tasche transportierte. Bei der Überprüfung des 34-Jährigen habe dieser nicht glaubhaft erklären können, wie er in den Besitz des Dönerspießes gekommen sei. Ebenso wenig habe er begründen können, warum er mit einem zur Fahndung ausgeschriebenen Fahrrad unterwegs sei. Das Diebesgut wurde beschlagnahmt.

Quelle: AFP / Polizeipräsidium Krefeld

Karlstadt: Neunjähriger stirbt beim Spielen auf altem Schulgelände

Tragischer Unfall in der Nähe von Würzburg: Ein neun Jahre alter Junge hat sich beim Spielen auf dem Gelände einer ehemaligen Grundschule tödliche Verletzungen zugezogen. Die genauen Hintergründe müssten noch ermittelt werden, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Das Kind hatte offensichtlich am Samstag zusammen mit Gleichaltrigen auf dem Areal in Karlstadt gespielt und sich dann schwer verletzt. Ein Notarzt behandelte den 9-Jährigen am Unfallort. Der Junge wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Quelle: DPA

Rastede: Brüder verunglücken bei Spritztour mit Auto der Mutter

Zwei minderjährige Brüder sind bei einer Spritztour mit dem Auto ihrer Mutter in Rastede in Niedersachsen verunglückt und leicht verletzt worden. Die beiden Jungen im Alter von 7 und 15 Jahren waren am Sonntagnachmittag mit dem Wagen wohl zu schnell unterwegs und in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der 15-Jährige soll am Steuer gesessen haben. Das Auto fuhr dann gegen einen Zaun und einen Briefkasten, prallte gegen einen Baum und überschlug sich. Zeugen meldeten, dass sich der Fahrer und sein Begleiter vom Auto entfernt hatten. Deshalb begann die Polizei mit mehreren Streifen und einem Polizeihubschrauber nach ihnen zu suchen. Die beiden Brüder kamen aber kurz darauf mit einem Erziehungsberechtigten an den Unfallort zurück. Gegen den 15-Jährigen wird nun wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Der Rettungsdienst brachte die Brüder in ein Krankenhaus.

Der vollkommen zerstörte Wagen nach dem Unfall im niedersächsischen Rastede
© Andre van Elten / DPA

Quelle: DPA

Sindelfingen: Polizisten finden Sprengstoff in Keller – 20-Jähriger in U-Haft

Polizisten haben in einem Keller in Sindelfingen bei Stuttgart durch Zufall eine größere Menge Sprengstoff gefunden. Eigentlich war die Wohnung eines 17-Jährigen wegen Drogen-Ermittlungen durchsucht worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Als die Beamten den Keller des Hauses unter die Lupe nahmen, fanden sie etwa drei Kilo selbst hergestellten Sprengstoff, mehrere Feuerwerkskörper sowie Gegenstände und Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff. Der Keller des Wohnhauses soll den Angaben zufolge von einem 20-Jährigen genutzt worden sein. In seiner Wohnung fanden die Beamten am Donnerstag weitere Feuerwerkskörper, vier Schreckschusswaffen samt Munition sowie eine Pistole. Spezialkräfte sprengten einen Teil der Gegenstände in einem Steinbruch. Der Verdächtige sitzt wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens in Untersuchungshaft. Die Beweggründe des Mannes seien noch völlig unklar, hieß es.

Quelle: DPA

Schönsreuth: Frau verirrt sich beim Gassigehen und bleibt im Morast stecken 

Beim Gassigehen mit ihrem Hund ist eine Frau in der Nähe von Coburg (Bayern) im Morast steckengeblieben und musste von der Polizei aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Die Frau hatte ihren Mann per Telefon verständigt, dass sie sich im Wald verlaufen habe und an einem Gewässer befinde, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Weil die Frau anschließend nicht mehr an ihr Handy ging, wurde am Sonntag eine umfangreiche Suchaktion gestartet. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Die Frau wurde schließlich in einem abgelassenen Fischweiher zwischen Schönsreuth und Kösten entdeckt. Sie steckte bis zur Hüfte im Morast. Den Polizeibeamten gelang es, die Frau zu befreien. Die Dienstkleidung der Beamten sei nach der Rettungsaktion kaum noch vom Seegrund zu unterscheiden gewesen, berichtete der Sprecher. Die Frau wurde mit einer Unterkühlung in ein Klinikum gebracht.

Quelle: DPA

Leipzig: Zivilcourage mit rund vier Promille

Am Sonntagabend bekam die Polizeiwache am Leipziger Hauptbahnhof unverhofften Besuch. Zwei Damen standen vor ihrer Tür, eine 35 Jahre alt und die andere gerade einmal 13. Die Ältere erzählte den Beamten, sie hätte das Mädchen vor einem Restaurant im Bahnhof gefunden, sie schien offensichtlich hilfsbedürftig zu sein. Die Beamten nahmen die Jugendliche in Gewahrsam und riefen ihre Mutter an. Weil aber auch ihre „Finderin“ einen bedürftigen Eindruck auf die Polizisten machte, führten sie bei ihr einen Atemalkoholtest durch – und waren von dem Ergebnis offensichtlich recht überrascht. Das Gerät zeigte einen Wert von 4,07 Promille an. Die Leipzigerin wurde dem Rettungsdienst übergeben.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Leipzig

Berlin: Vollbrand in U-Bahnhof löst Feuerwehr-Großeinsatz aus

In Berlin hat sich am Sonntagabend ein Feuer bis ins Dach eines U-Bahnhofs ausgebreitet. Der Brand an der Haltestelle Onkel Toms Hütte sei mittlerweile unter Kontrolle, teilte die Feuerwehr am frühen Montagmorgen auf Twitter mit. In der Nacht war von vier Verletzten die Rede. Ein Schwerverletzter sei mit Verbrennungen in eine Spezialklinik gebracht worden. Drei Menschen hätten leichte Verletzungen erlitten. Eine hohe zweistellige Zahl an Einsatzkräften sei vor Ort. Die Feuerwehr erwarte einen stundenlangen Einsatz bis in die Nacht hinein, sagte der Sprecher. Das Feuer sei zunächst in einem Geschäft an dem U-Bahnhof ausgebrochen und habe sich dann ausgebreitet. Weil sich ein Wohngebiet in der Nähe befindet, hätten einige Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen.

Update: Das Feuer ist unter Kontrolle. Mit speziellen Sägen müssen nun Öffnungen im Dach geschaffen werden. Unsere #Drohne macht mit der Wärmebildkamera Aufnahmen in den Bereichen, die wir nicht mehr betreten können. pic.twitter.com/fL2ggoZkbA— Berliner Feuerwehr (@Berliner_Fw) November 15, 2020

Quelle: DPA

Wismar: 84-Jährige stürzt in Wohnung und wird nach zwei Tagen gerettet 

Mit kriminalistischem Gespür haben Polizisten in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) eine 84 Jahre alte Frau gerettet, die nach einem Sturz zwei Tage in ihrer Wohnung lag. In der Nacht zu Sonntag sei sie schließlich an ein Telefon gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Aber: Mit schwacher Stimme habe die 84-Jährige nur noch ihren Nachnamen sagen können. Die Polizei durchsuchte Datensysteme wie Meldedateien und fuhr auch mehrere Adressen an, die aufgrund des geschätzten Alters der Anruferin in Frage kamen. Schließlich sei die Wohnung der Rentnerin in einem Mehrfamilienhaus gefunden und die Frau Rettungskräften übergeben worden, die sie noch rechtzeitig in eine Klinik brachten.

Quelle: DPA

Wolfsburg: Mann entdeckt geklautes Schild und überführt mutmaßlichen Autodieb

Bei einem Sonntagsspaziergang in Wolfsburg hat ein Mann sein vor kurzem geklautes Nummernschild an einem fremden Auto entdeckt. Daraufhin informierte der Mann die Polizei, hieß es in einer Mitteilung vom Sonntag. Mit mehreren Streifenwagen seien die Polizisten dem Wagen mit dem entwendeten Nummernschild gefolgt und hätten diesen nach kurzer Zeit gestoppt. Wie sich herausstellte, handelte es sich nicht nur bei dem Nummernschild, sondern auch bei dem Auto, in dem neben dem 34 Jahre alten Fahrer zwei weitere Insassen mitfuhren, mutmaßlich um Diebesgut. Alle drei Männer seien festgenommen worden. Der Fahrer habe zudem bei der Kontrolle angegeben, keinen Führerschein zu besitzen und vor der Fahrt Alkohol und Marihuana konsumiert zu haben.

Quelle: DPA

Nachrichten aus der Woche vom 9. bis 15. November 2020 lesen Sie hier.

sve, jek
DPA
AFP

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