Black Friday, Handel, Mehrweg, „Playstation 5“ › absatzwirtschaft

Black Friday, Handel, Mehrweg, „Playstation 5“ › absatzwirtschaft


Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: Black Friday, Online- vs. stationärer Handel, eine neue Mehrweg-Pflicht und der Run auf die „Playstation 5“.

Von Henning Eberhardt
Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um
die folgenden Themen:

Umfrage: Verbraucher haben weniger Interesse an Black FridayStudie: Verbraucher sorgen sich um lokalen Handel und kaufen onlinePflicht zu Mehrweg-Angebot beim Verkauf außer Haus geplantRun auf “Playstation 5” legt Händler-Websites lahm

Nachfolgend die komprimierten Details.

Umfrage: Verbraucher haben weniger Interesse an Black Friday

Angesichts der Corona-Krise haben die Verbraucher in diesem
Jahr einer Umfrage zufolge weniger Interesse an den Rabatttagen Black Friday
und Cyber Monday. Nur noch die Hälfte der Verbraucher plane, an den beiden
Shoppingtagen Ende November einzukaufen, fasste die Unternehmensberatung
Simon-Kucher & Partners das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter
mehr als 1000 Konsumenten zusammen.

Im vergangenen Jahr wollten noch zwei Drittel der befragten
Verbraucher die Rabatttage zum Shoppen nutzen. Aktuell sei jeder Dritte noch
unentschieden. Jeder sechste wolle einen Bogen um die Rabattschlacht machen.

Und auch das eingeplante Einkaufsbudget ist in der
Corona-Krise der Umfrage zufolge zusammengeschmolzen: Im Durchschnitt sind in
diesem Jahr «nur» noch 205 Euro für das Black-Friday-Shopping vorgesehen. Vor
einem Jahr waren es noch 242 Euro.

Wer an den Rabattagen eine Shoppingtour plant, der will das
ganz überwiegend im Internet erledigen. Gerade einmal 14 Prozent der Shopper
kündigten an, sie wollten in Ladenlokale gehen, rund 57 Prozent erklärten
dagegen, überwiegend oder ausschließlich online auf Schnäppchenjagd gehen zu
wollen. Auf der Einkaufsliste stehen dabei in erster Linie Elektroartikel (65
Prozent), Kleidung (42 Prozent) und Haushaltskleingeräte (40 Prozent).

Studie: Verbraucher sorgen sich um lokalen Handel und kaufen online

Die große Mehrheit der Verbraucher in Deutschland macht sich in der Corona-Krise Sorgen um das Überleben der Einzelhändler in ihrer Region. Das hindert viele von ihnen aber nicht daran, mehr im Internet einzukaufen als vor der Krise. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zu den “E-Commerce-Trends 2020”.

Bei der Umfrage gaben vier von fünf Verbrauchern
an, sie befürchteten, dass viele Einzelhändler in ihrer Region das Corona-Jahr
wirtschaftlich nicht verkraften würden.Zwei Drittel gaben an, bewusst bei
Einzelhändlern vor Ort einzukaufen, um ihnen die Treue zu halten.Genauso viele wünschten sich allerdings auch,
dass mehr lokale Händler ein Online-Angebot hätten. Denn das Einkaufen im Laden
ist etlichen Konsumenten in der Pandemie unheimlich.Fast drei Viertel der Befragten beklagten, dass
sich andere Menschen beim Einkauf in Geschäften oftmals nicht an die gebotenen
Abstands- und Hygieneregeln hielten.

Das Online-Shopping hat für die meisten Verbraucher in der
Krise noch einmal an Attraktivität gewonnen: Gut jeder Dritte Befragte gab bei
der Bitkom-Umfrage an, seit Corona mehr im Netz einzukaufen. Die Verbraucher
schätzen am Online-Shopping vor allem die Lieferung direkt nach Hause, die Unabhängigkeit
von Öffnungszeiten und das größere Angebot im Netz. Für jeden dritten
Online-Shopper ist es aber auch wichtig, mit dem Einkauf im Internet die Gefahr
einer Ansteckung mit Corona minimieren zu können.

Pflicht zu Mehrweg-Angebot beim Verkauf außer Haus
geplant

Wer Getränke oder Lebensmittel zum Mitnehmen in
Einweg-Verpackungen verkauft, soll ab dem Jahr 2022 auch Mehrweg-Verpackungen
im Angebot haben müssen. Eine Ausnahme sieht ein Gesetzentwurf von
Bundesumweltministerin Svenja Schulze vor, wenn ein Geschäft nicht mehr als
drei Mitarbeiter hat und eine Verkaufsfläche bis 50 Quadratmeter – dann soll es
reichen, auf Wunsch den Kunden die Produkte in mitgebrachte Mehrwegbehälter
abzufüllen. Wer Essen nur auf Tellern oder etwa eingewickelt in Alufolie
verkauft, ist auch ausgenommen. Den Gesetzentwurf gab das Ministerium der
SPD-Politikern am Donnerstag an die Fachverbände zur Stellungnahme.

Außerdem plant Schulze, künftig alle Einweg-Getränkeflaschen
aus Plastik und Getränkedosen pfandpflichtig zu machen. Bisher gab es
Ausnahmen, zum Beispiel für Saft. Ab 2025 sollen neue PET-Flaschen zu
mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen müssen, ab 2030 dann
alle neuen Plastikflaschen zu 30 Prozent – das soll jeweils bis zu einer
Flaschengröße von drei Litern gelten.

Die Novelle des Verpackungsgesetzes setzt Teile der
Einwegkunststoff-Richtlinie sowie der Abfallrahmen-Richtlinie der EU um, teils
geht sie auch darüber hinaus.

Run auf “Playstation 5” legt Händler-Websites lahm

Der Verkaufsstart der neuen Sony-Spielekonsole “Playstation 5” hat am Donnerstag die Online-Händler überwältigt. Viele Kaufinteressenten bekamen nur Fehlermeldungen zu sehen. “Da die Playstation 5 nur online erhältlich ist, überfordern die Anfragen derzeit leider unsere Server”, hieß es bei der Elektronik-Händlerkette Euronics. Selbst der weltgrößte Onlinehändler Amazon, der gleichzeitig einer der führenden Cloud-Anbieter ist, stieß immer wieder an technische Grenzen und zeigte den Gamern “Fehlercode 503” statt der begehrte Konsole.

Die Elektronik-Riesen Saturn und Media Markt zeigten bei der Suche nach “Playstation 5” nicht die Konsole selbst, sondern nur Zubehör oder kompatible Spiele an. Beim Konkurrenten Medimax kamen die potenziellen Käufer noch nicht einmal so weit. “Liebe Besucher, aufgrund von Wartungsarbeiten ist unsere Webseite www.medimax.de aktuell leider nicht erreichbar”, hieß es dort.

Die Corona-Pandemie hatte in den vergangenen Monaten die Nachfrage nach Computerspielen angeheizt. Dazu kommt, dass die Xbox von Microsoft und die Playstation von Sony erstmals seit 2013 technisch komplett neu gestaltet wurden. Im Gegensatz zur Situation vor sieben Jahren geht es nicht mehr vor allem um Computer-Games, die auf Silberscheiben vertrieben werden, sondern um die Vorherrschaft beim “Cloud Gaming”, also dem Streamen von Spielen aus dem Internet.

mit Material von der dpa

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