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News heute: 400.000 Nutzende – BKA sprengt riesige Plattform für Kinderpornografie
Die News von heute im stern-Ticker.
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Die News des Tages im stern-Ticker:
10.43 Uhr: Söder will noch vor Bundestagswahl weitreichende Klimabeschlüsse
CSU-Chef Markus Söder hat eine Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland zu einer ökologischen Marktwirtschaft gefordert. Nachhaltiges Wirtschaften sei dazu die Kernaufgabe, sagte Söder vor einer CSU-Vorstandssitzung in München. Beschlüsse solle die große Koalition jetzt erarbeiten und verabschieden. Falls dies nicht in den Fraktionen gelinge, sei er für einen baldigen Koalitionsausschuss. Söder forderte, die bisher bis 2050 geplante Klimaneutralität auf das Jahr 2040 vorzuziehen. Bis 2030 müssen die Einsparung bei mindestens 65 Prozent sein. Für Verbesserungen sei „ein sehr großer Ansatz“, den Kohleausstieg zu beschleunigen. An der geltenden rechtlichen Vereinbarung mit einem Ausstieg bis zum Jahr 2038 müsse dafür nichts verändert werden. Es sollten aber finanzielle Anreize gesetzt werden, früher auszusteigen. „Mehr Kohle für Kohle“, also mehr Geld für einen schnelleren Ausstieg, müsse das Motto werden.
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Vor 2 Stunden
10.10 Uhr: Co-Vorsitzender der Jungen Alternative verlässt die AfD
Der frisch gewählte Vorsitzende der Jungen Alternative (JA), Marvin Neumann, hat seinen Austritt aus der AfD erklärt. Ein Sprecher der Partei teilte auf Anfrage mit, der JA-Vorsitzende habe seinen Austritt nicht begründet. Neumann war in der vergangenen Woche wegen früheren Äußerungen in sozialen Medien in die Kritik geraten.
In einem internen Schreiben der parteiinternen Arbeitsgemeinschaft Verfassungsschutz war unter anderem ein Tweet angeführt worden, in dem es hieß: „Es gibt keine ‚Schwarze(n) Deutsche(n) und Europäer‘. Sie sind bestenfalls Teil der Gesellschaft und besitzen bestimmte Staatsbürgerschaften, aber sie sind nicht Teil einer tradierten authentischen ‚europäische(n) Identität'“. Die Arbeitsgemeinschaft riet dem Parteivorstand, Neumann zum Rücktritt aufzufordern und ihm die Mitgliedsrechte zu entziehen. Andernfalls drohe eventuell eine Beobachtung der JA als erwiesen extremistische Bestrebung durch den Verfassungsschutz. Der Bundesvorstand setzte das Thema daraufhin für diesen Montag auf die Tagesordnung einer Telefonkonferenz.
9.15 Uhr: Riesige Kinderpornoplattform im Darknet gesprengt
Ermittler haben eine der weltweit größten Kinderpornoplattformen im sogenannten Darknet gesprengt. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mitteilte, hatte die Darknetplattform „Boystown“ zuletzt mehr als 400.000 Mitglieder. Insgesamt sieben Objekte in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg wurden durchsucht. Drei mutmaßliche Verantwortliche und Mitglieder der Plattform aus Deutschland wurden festgenommen. Ein weiterer deutscher wurde auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls in Paraguay festgenommen.
Bei den drei Hauptbeschuldigten handelt es sich laut BKA um einen 40 Jahre alten Mann aus dem Kreis Paderborn, einen 49-Jährigen aus dem Landkreis München und einen 58 Jahre alten, aus Norddeutschland stammenden Mann, der seit mehreren Jahren in Südamerika lebt. Ihnen wird vorgeworfen, die kinderpornografische Plattform als Administratoren betrieben zu haben.
Ein weiterer Beschuldigter, ein 64 Jahre alter Mann aus Hamburg, soll sich im Juli 2019 als Mitglied auf „Boystown“ registriert haben und als einer der aktivsten Nutzer der Plattform mehr als 3500 Beiträge gepostet haben.
8.43 Uhr: Umsatz im Einzelhandel legt spürbar zu
Der Umsatz im Einzelhandel legt weiter zu: Im März lag er real, also preis-, kalender- und saisonbereinigt, 7,7 Prozent über dem Vormonatsumsatz, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war demnach das zweitstärkste Umsatzplus verglichen mit einem Vormonat seit Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im März 2020.
Verglichen mit dem März 2020 setzten die Einzelhandelsunternehmen nach Angaben der Statistiker sogar 11,0 Prozent mehr um das war wiederum der stärkste Umsatzanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Der Umsatz war dem Bundesamt zufolge zuletzt in allen Branchen höher als im Lockdown-Monat März 2020. Deutliche Steigerungen gab es im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln, hier stand ein Plus von 17,5 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im März 2,9 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat.
8.13 Uhr: Kontrolliertes Feuer hüllt Sydney in gefährlichen Rauch
Kontrollierte Brände der australischen Feuerwehr haben die Stadt Sydney in eine gefährliche Rauchwolke gehüllt. Wegen der hohen Luftverschmutzung wurde der Fährverkehr gestoppt, die Bevölkerung wurde aufgefordert, notfalls zu Hause zu bleiben. Einige Gewerkschaften riefen Beschäftigte auf, bei zu starkem Rauch die Arbeit zu unterbrechen. Der Index für Luftqualität zählte mit mehr als 190 zu den schlechtesten weltweit.
Die Behörden der größten australischen Stadt mussten von weiteren kontrollierten Bränden Abstand nehmen, mit denen schlimmere Buschbrände in Sommermonaten verhindert werden sollen. Nach Angaben der Feuerwehr waren leichter Wind und eine nächtliche Inversionswetterlage für den Rauch in tiefer liegenden Stadtteilen verantwortlich. Im Laufe des Tages sollte sich der Rauch verziehen.
5.47 Uhr: US-Außenminister warnt vor zunehmend „repressiver“ agierendem China
US-Außenminister Antony Blinken hat vor einem zunehmend „repressiver“ und „aggressiver“ handelnden China gewarnt. „Was wir in den letzten Jahren erlebt haben, ist, dass China zu Hause repressiver und im Ausland aggressiver agiert“, sagte Blinken in einem einem Interview mit der CBS-Sendung „60 Minutes“. Die Spannungen zwischen den USA und der Volksrepublik haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen, da Washington vor allem Pekings Menschenrechtslage kritisiert.
Erst vergangene Woche hatte Präsident Joe Biden in seiner ersten Rede vor dem Kongress unterstrichen, keinen Konflikt mit Peking zu suchen. Im Streben um die Vormachtstellung im 21. Jahrhundert würden die USA den „Wettbewerb begrüßen“, betonte Biden. Dies habe er auch Chinas Präsident Xi Jinping gesagt. Jedoch sei die Volksrepublik „das einzige Land der Welt, das die militärischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Möglichkeiten hat, die regelbasierte Ordnung zu untergraben oder herauszufordern, die uns so wichtig ist und die wir unbedingt verteidigen wollen“.
100. Gründungstag
Unter Hammer, Sichel und der Knute Xi Jinpings – wie China die herrschende KP feiert
24.04.2021
2.49 Uhr: Zwei Affen getürmt – Aufregung in niedersächsischer Kleinstadt
Zwei Affen sind am Abend aus dem Gehege eines Tierparks in der niedersächsischen Kleinstadt Friesoythe (Kreis Cloppenburg) entkommen – und haben für Aufregung gesorgt. Die Flucht sei wohl möglich gewesen, weil vermutlich der Stromzaun des Tier- und Freizeitparks Thüle (Kreis Cloppenburg) nicht funktioniert habe, sagte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage der Nachrichtenagentur DPA. Die Polizei sei per Notruf von einem Augenzeugen informiert worden, er habe einen rund einen Meter großen Affen auf der Straße gesehen. Die Beamten hätten schließlich sogar zwei Affen vorgefunden, die auf einem Hausdach und mehreren Bäumen herumturnten.
Die Polizei stand nun aber vor einem nur schwer zu lösendem Problem: Wie die Tiere schnappen? Denn: Ein Einfangen der Affen per Schuss aus einem Betäubungsgewehr sei nicht möglich gewesen. Der zweite Affe wäre geflüchtet und nicht mehr einzufangen gewesen. Daher sei auf diese Maßnahme verzichtet worden. Vielmehr wurde zunächst die umliegende Gegend für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr gesperrt, um Menschen nicht zu gefährden. Die Lösung sei dann aber doch relativ einfach gewesen: „Nachdem sich keine Menschen mehr im Umfeld der Affen befanden, trieb der Hunger sie wieder zurück in ihr Gehege“, teilte die Polizei mit. Nach zwei Stunden konnte dann für den Straßenverkehr wieder Entwarnung gegeben werden.
1.38 Uhr: Bericht: Berliner Verfassungsschutz stuft Landes-AfD als „Verdachtsfall“ ein
Der Berliner Verfassungsschutz hat einem Zeitungsbericht zufolge den Berliner Landesverband der AfD als extremistischen sogenannten „Verdachtsfall“ eingestuft. Das schreibt die „Berliner Morgenpost“ unter Berufung auf mehrere Sicherheitspolitiker aus dem parlamentarischen Raum. Der Verfassungsschutz kann die Berliner AfD damit auch mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachten, etwa durch das Anwerben von V-Leuten oder das Abhören von Telekommunikation.
Der Sprecher der für den Verfassungsschutz zuständigen Berliner Senatsverwaltung für Inneres wollte eine Anfrage der Zeitung zu der Einstufung mit Verweis auf das Berliner Verfassungsschutzgesetz nicht kommentieren. Die Bekanntgabe einer Einstufung als Prüf- oder Verdachtsfall ist laut Gesetz unzulässig.
1.11 Uhr: Deutsche zahlen im internationalen Vergleich immer noch am liebsten mit Bargeld
Trotz eines Anstiegs der Kartennutzung in der Coronakrise zahlen die Deutschen im internationalen Vergleich immer noch am liebsten mit Bargeld. Nur 38 Prozent möchten beim Einkaufen mit der Karte bezahlen, wie eine Umfrage unter 9000 Konsumenten im Auftrag des schwedischen Zahlungsdienstleisters Klarna ergab, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt. Damit liegen die Bundesbürger weit hinter den internationalen Spitzenreitern Schweden (72 Prozent), Finnland (70 Prozent) und Norwegen (67 Prozent) zurück.
Demnach zahlt fast jeder Zweite in Deutschland (49 Prozent) weiterhin am liebsten bar. Insbesondere Frauen bevorzugten im Supermarkt die Barzahlung (52 Prozent), bei den Männern seien es 45 Prozent. In Schweden nutzen dagegen nur noch neun Prozent Bargeld, in Finnland 15 Prozent. Nur in Österreich ist Bargeld bei 47 Prozent der Bevölkerung fast genauso beliebt wie in Deutschland.
les / wue
DPA
AFP
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